Nächste Schritte - Handlungsempfehlungen
Wie geht es jetzt weiter? Was können wir tun?
1. Idee der "Offenen Lernorte" in der Öffentlichkeit diskutieren und verbreiten
„Ein Offener Lernort (OLO) soll ein kommunales Angebot für Kinder, Eltern und Schulen im naheliegenden Umfeld sein, in dem selbstgesteuertes Lernen mit handlungsorientierten Angeboten möglich ist. Der Offene Lernort soll den Bedarf im umliegenden Lern-, Wohn- und Arbeitsumfeld ermitteln und sein Portfolio entsprechend flexibel gestalten können. (Plastizität) Er soll dazu beitragen, dass schulartenübergreifend projektiert werden kann und neue soziale Netzwerke entstehen. Er soll ein Ort der Begegnung, Kommunikation, der Partizipation und der Anregung sein. Kinder und Jugendliche planen,
entwerfen, gestalten, wählen und präsentieren ihre Projekte und Aufgaben selbst, bilden Teams, suchen sich ihre Lernbegleiter und realisieren ihre Ideen. Sie sind die Akteure. Die SchülerInnen üben maßgeblich Einfluss auf die Entwicklung der Lerninhalte aus. Integration und Inklusion findet in Offenen Lernorten automatisch statt, da sie Begegnungsstätten und Lebensraum aller Menschen sein können. Kernaussage in diesem Konzept ist, dass das gegenseitige Helfen und Unterstützen an neuen Orten (Offene Lernorte) generationsübergreifend stattfinden kann und neue Möglichkeiten für Potentialerkennung und Berufsorientierung schafft.
Ca. 40 % der Bay. Lehrer gehen in den nächsten 10 Jahren in Pension. (Stand 2013) OLO's können bundesweit entstehen. Kosten der Jugendhilfe werden gesenkt, Nachhilfe ist nicht mehr notwendig. Jugend gestaltet ihre Zukunft. Sinnerfahrung für Jung und Alt. Neue Berufsbilder entstehen.
2. Planung Modellprojekt
Ein Haus der Zusammenarbeit
- Erstellung Konzeption
- Vorstellung der Einrichtung
- Darstellung Rahmenbedingungen (Infrastruktur/Ressourcenplanung)
- Zielsetzung/Aufgabengestaltung
- Partner/Zusammenarbeit
- Budget/Finanzierung
- Qualitätsentwicklung/Evaluation
Machen Sie mit!!
Wenn Sie das Konzept oder das Modellprojekt der "Offenen Lernorte" unterstützen wollen, freue ich mich auf Ihre Rückmeldung!
Lesen Sie, warum Jugendliche eigene Orte der Verantwortung bekommen sollten, denn:
"Neue Orte der Begegnung - In Familienzentren und Mehrgenerationenhäusern können sich Alt und Jung treffen. Aber findet der Austausch der Generationen wirklich statt?"
Autor: Birgit Riedel, DJI impulse 1/2012 - Generationengefüge
Auszug: "...Nicht zuletzt finden mit Blick auf intergenerationelle Beziehungen auch in Mehrgenerationenhäusern alte Menschen und Jugendliche nicht automatisch den Zugang zueinander. Nicht nur für Jugendliche, auch für Ältere gibt es ein starkes und berechtigtes Bedürfnis, unter sich zu bleiben. Gelingende Beziehungen zwischen den Generationen, so zeigen die Erfahrungen der Praxis, setzen gemeinsame Interessen und subjektiv wichtige, eher langfristige Bindungen voraus. Gute Erfahrungen werden etwa mit Mentorenprogrammen oder gemeinsamen Kulturprojekten gemacht (BMFSFJ 2011). In diesem Punkt zeigt sich aber auch das Potenzial der neuen offenen Begegnungsorte: Sie stellen eine Experimentierwerkstatt dar, in der Vieles ausprobiert werden kann, Erfahrungen gesammelt werden und sich langfristig eine Kultur intergenerationeller Ansätze entwickeln kann. Von solchen Ansätzen guter Praxis wiederum muss das institutionelle Umfeld wie Schulen und Vereine lernen, um für den demografischen Wandel gerüstet zu sein."
